In 2002 wurde der Verein 75 Jahre alt. Ein historischer Rückblick auf die Anfänge des Vereins!

75 Jahre „Frisia“ Berumerfehn
75 Jahre ist es nunmehr her, dass in Berumerfehn eine Handvoll junger Männer den Klootschießerverein „Frisia“ aus der Taufe hoben. Im August 1927 wurde dem Verein im Berumerfehner Kompaniehaus sein Name verliehen, der seit dieser Zeit für Erfolge im Norder Klootschießerverband sorgte und seinen Namen auch weit über die Grenzen des Landes hinaus trug.Beschlossen vor 75 Jahren nur einige junge vom Klootschießen begeisterte Berumerfehner ihren Sport in einem Verein nachzugehen, so sind es heute fast 380 Mitglieder, die „Frisia“ angehören, wovon am jeden Wochenende rund 160 auf den Straßen aktiv sind.

Die Gründung
Die schon vor der Gründung erzielten Erfolge der Berumerfehner Werfer gaben den Anlass zum Zusammenschluss. So nahm zum Beispiel Johann Ojemann 1927 an einem Wanderschießen in Marienhafe teil. Der damalige Pächter des Kompaniehauses, Friedewold, hatte ihm extra fünf Mark geliehen, damit er sich an dem Preiswerfen beteiligen konnte. Der junge Berumerfehner überraschte die guten Werfer der anderen Vereine und wurde erster Preisträger, wofür er einen „Hörnstohl“ bekam. Da er als sparsamer Fehntjer nur wenige Würfe gebrauchte, konnte Ojemann seinem Gönner schließlich noch 3,50 Mark zurückgeben.

Kurz nach diesem Werfen zog mit Johann Lohmeyer ein starker Werfer aus Arle nach Berumerfehn, der die Mannschaft erheblich verstärkte. Bei der Gründungsversammlung im August 1927 trugen sich dann rund ein Dutzend junger Männer als erste Mitglieder in den Verein „Frisia“ Berumerfehn, der seinen Namen ebenfalls vom damaligen Kompaniehauswirt Friedewold erhielt, ein. Johann Lohmeyer wurde erster Vorsitzender und Peter Assing Kassierer. Während im Laufe der Jahre die Vorsitzenden des Vereins noch oft wechselten, versah Peter Assing sein Amt als Kassierer bis zu seinem Tod 1960. Ihm folgte in diesem Amt Gerhard Wunder, der seit nunmehr 42 Jahre für die finanziellen Belange des Vereins zuständig ist.Damit hat der Verein in seiner 75jährigen Geschichte erst den zweiten Kassenwart. Sicherlich ein Novum im Friesischen Klottschießerverband. Wir haben festgestellt, dass ein Gründungsmitglied des Vereins noch am Leben ist. Es handelt sich um Gerhard Reemts, der heute 90jährig, in Holzdorf lebt. Wir hätten ihn gerne heute hier gehabt, sein Gesundheitszustand lässt dieses allerdings nicht mehr zu.

Die ersten Erfolge:
Schon kurz nach der Gründung konnten zwei Mannschaften auf die Beine gestellt werden. Nach vielen kleinen Erfolgen stellte sich aber noch im gleichen Jahr der erste große ein. Die Berumerfehner Werfer gewannen den Wettkampf um die vom Fürsten zu Inn- und Knyhausen gestiftete Kreiswanderfahne des Kreisklootschießerverbandes Norden.
Im harten Winter 1928/29 veranstaltete „Frisia“ auf dem Gelände zwischen Mittel- und Westerwieke an acht aufeinander folgenden Tagen Feldkämpfe gegen auswärtige Mannschaften, von denen sechs gewonnen und nur zwei verloren wurden.
Das älteste, dem Verein vorliegende Protokoll, ist am 12. Januar 1935 aus Anlass der Generalversammlung gefertigt worden. Georg Dannecker wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.Die Erfolge zogen vor dem Krieg noch weitere Mitglieder an, von denen Theodor Wilberts, Gerhard Ojemann und Gerhard Schmeding ihren Verein auch auf Kreis- und Landesebene vertraten.

Wiederbeginn
Während des Krieges ruhte der Wettkampfbetrieb. Der Verein hatte den Tod vieler seiner Mitglieder zu beklagen. Diejenigen aber, die nach Kriegsende in ihr Heimatdorf zurückkehrten, fanden sich bald wieder zusammen und aktivierten das Vereinsleben. Zunächst traf man sich ab und an auf Teeabenden, um die Geselligkeit zu pflegen. Bäckermeister Friedewold backte von den vorher gesammelten Nahrungsmitteln Teekuchen. Tee, etwaige alkoholische Getränke aus Früchten des eigenen Ackers (wahrscheinlich Kartoffeln) und Torf zum Heizen der Stube wurden von allen mitgebracht. Schließlich wollte man auch wieder mit dem Werfen anfangen.
Das kostbare Pockholz für die dringend benötigten Klootkugeln wurde vorwiegend aus Emden gegen Lieferung von Speck beschafft. Theodor Wilberts drehte daraus die Kugeln. Als sich das öffentliche Leben nach den ersten Nachkriegsjahren normalisiert hatte, die Be-schaffung von Klootkugeln und Fahrradreifen – mann fuhr mit den Fahrrädern zu den Wettkämpfen und benötigte deswegen eine gute Bereifung – keine Schwierigkeiten bereitete, nahm der Verein einen großen Aufschwung.
Hermann Lohmeyer ( es wird erzählt, dass Hermann ein 10 Pfund schweres Gewicht 27 m schleudern konnte) und Theodor Wilberts gehörten 1947 zu den ersten, die einen Wettkampf austrugen. Sie fuhren mit dem Fahrrad und mit von Wilberts selbstangefertigten Klootkugeln nach Utgast, um Revanche an den Gebrüdern Gerdes zu nehmen. Gerd Gerdes hatte den 1937 von Lohmeyer aufgestellten Rekord im Flüchten überboten. Die Revanche glückte den Berumerfehnern und Lohmeyer stellte mit 176 Metern einen neuen sagenhaften Rekord auf. Schon bald waren vier bis sechs Herrenmannschaften und eine Jugendmannschaft aktiv. Die Herren wurden bis 1963 viermal Kreismeister im Straßenboßeln, was ihnen später nur noch zweimal gelang.Wie wichtig „Frisia“ die Jugendarbeit bereits zum damaligen Zeitpunkt war, kann man daran erkennen, dass die Jugend- und Schülerwerfer mit neuen Turnschuhen ausgestattet wurden. Ein unbekannter Spender hatte dem Verein 150,00 DM gespendet.
Während die Ära von Onkel Theodor Wilberts in Berumerfehn langsam ihr Ende nahm, stieg ein neuer Stern am Himmel von „Frisia“ auf. Als Jugendwerfer machte Siegfried Wilberts schon von sich reden. Er trug sich in 1963 dreimal in die Siegerlisten beim damaligen Vereinspreiswerfen ein (Boßeln, Jugend- und Schülerflüchten). Dabei musste er sich mit den auch heute noch namhaften Klootschießer-größen Hans-Jürgen Holzenkämpfer u. Edelhard Sjuts auseinandersetzen. Bei einem Jugendauswahl-Feldkampf gegen Oldenburg wurde er bester seiner Mannschaft und belegt in der Gesamtwertung Rang zwei. Das war der Beginn einer großartigen Klootschießerlaufbahn, die Siegfried Wilberts 1974 in Jever mit dem Gewinn der Europameisterschaft für sich und den Verein krönte.
1963 wurde eine Helgolandfahrt durch den Verein organisiert und durchgeführt. 1964 wurde Heinz Goldenstein in den Festausschuss des Vereins gewählt. Diesem Ausschuss gehört er bis zum heutigen Tage (= 38 Jahre) an.1965 Beitragsanpassung vorgenommen: Beitrag für Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr o,50 DM/Monat. Über 60jährige waren beitragsfrei (bis vor ca. 8 Jahren war das so).
1966 bekamen die Friesensportler Vorort Konkurrenz. Der SuS Berumerfehn wurde gegründet. Die Friesensportler sahen diese Entwicklung mit einer gewissen Angst, wie den Protokollen jener Zeit entnommen werden kann. Eine Angst, die wie sich später herausstellte unbegründet war. Zahlreiche Vergleichskämpfe im Fußball u. Boßeln wurden zwischen den Vereinen ausgetragen.In dieser muss Siegfried als Jugendklootschießer erstmalig die 90 m Marke übertroffen haben (so steht es zumindest in dem Protokoll vom 17.02.1967). Standen bis zum 40jährigen Jubiläum die Herren im Blickpunkt des Geschehens bekamen sie 1967 Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Die Frauen die bisher zu Hause saßen und auf ihre Männer warteten, die wieder auf der Straße aktiv waren, gründeten ihre erste Mannschaft. 1968 tauchen in den Siegerlisten auf Vereinsebene auch die ersten Frauen auf. Ala Nanninga und Hertha Fleßner waren die ersten Vereinsmeister von „Frisia“ (beide 1. Platz). Bei den Schülern konnte sich Bernd Meyer erstmalig durchsetzen (3. Platz für Peter Lücken).Interessantes gibt es auch aus 1968 zu berichten. Jakob Willms, der 1964 das Runder von „Frisia“ fest in seinen Händen hielt, beklagte sich während einer Versammlung darüber, dass einige eingeteilte Schreiber beim öffentlichen Preiswerfen von „Frisia“ dem Alkohol übermäßig zugesprochen haben und ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen konnten.Ebenfalls setzte in 1968 innerhalb des Vereins die Diskussion ein, ob der vom Kreisverband vorgesehene Punktspielbetrieb dem Bosselsport neuen Aufschwung geben könne. Mehrheitlich war man für die Einführung des Spielbetriebes.Am 4.4.1970 wurde Insa Willms 1. Vorsitzende der Damenabteilung. Als Stellvertreterin fungierte Lisa Wunder. Insa auch auf KV-Ebene als Damenwartin verantwortlich und hat enorm viel für die Anerkennung des Bosselsports im Frauenbereich zu der Zeit getan.
1972 gab es eine neue Vereinsfahne. Landrat Carl Even, KKV Vorsitzender Johannes Holzenkämpfer kamen zur Fahnenweihe (45 Jahre „Frisia“)
Der Frauenmannschaft gelang es, die Titel zu holen, die den Herren als „Ewige Zweite“ seit 1963 vorenthalten wurden. 1973 holten die Frauen nicht nur die Kreis- und Landesmeisterschaft, sondern auch den Titel des FKV –Verbandsmeisters. In den zwei Spielzeiten vorher 33 Siege, 3 Niederlagen Wurfverhältnis 442 : 28 !!!!
Siegfried wurde Europameister in Jever 1974. Der größte sportliche Erfolg eines „Frisianers“.

Die Vorsitzenden des Vereins:
Im Gründungsjahr 1927 wurde Johann Lohmeyer der erste Vorsitzende des Vereins. 1935 viel die Wahl auf Georg Dannecker. Nach dem Kriege1947 Remmer Warfsmann,
1950 Jürgen Hartmann, 2. Theodor Wilberts
1953 Theodor Wilberts, 2. Jürgen Hartmann
1954 Antony Fleßner, 2. Wilhelm Büscher
1955 Sunfred Uphoff, 2. Johann Burmeister
1959 Karl van Echten, 2. Sunfred Uphoff
1964 Jakob Willms, 2. Sunfred Uphoff
1966 Jakob Willms, 2. Theobald Duits
1972 Jakob Willms, 2. Wilhelm Fröhlich
1983 Wilhelm Fröhlich, 2. Bernd Meyer
1991 Johannes Trännapp. 2. Bernd Meyer

Unvergessen sind die Feierlichkeiten aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Vereins in 1977. Alle befreundeten Vereine aus Nah und Fern nahmen an einem Umzug durch Berumerfehn und Westermoordorf teil. Begleitet wurden sie von verschiedenen Musikkapellen und dem „Dorfpolizisten“ im seinem VW-Käfer. Funktionäre aus dem Bereich des Sports und der Politik gaben sich ein Stelldichein bei der Jubiläumsfeier im Festzelt. Über diese Veranstaltung lieg als wichtiges Dokument der Vereinsgeschichte ein Film vor. Die zahlreichen Ehrengäste, MdB Carl Ewen, MdB Wilfried Bohlsen, Landrat Hinrich Swieter, Kreisrat Hans-Werner Pieper, Ursula Basse-Soltau. Es wird erzählt, dass auch die Ehrengäste nur noch schwankend das Festzelt verlassen konnten. 1978 :Siegfried fährt nach Irland zu den dortigen Europameisterschaften.1979 richtete „Frisia´“ das Kreiswanderwerfen für den KKV Norden aus. In den Siegerlisten finden u.a. Eilert Taddigs 2 x Platz 3 Weideboßeln u. Flüchten)Die I. Herrenmannschaft stieg 1979 in die damalige Verbandsliga auf. 16 Jahre gehörte die Mannschaft danach dem überregionalen Spielbetrieb des Landesverbandes an. Zweimal gelang den Fehntjern dabei der Aufstieg in die Landesliga. 1995 konnte der Abstieg nicht mehr vermieden werden.1983 (7.5.) Wilhelm Fröhlich übernimmt das Regiment (Jakob nach 18 Jahren verabschiedet). Die Wahl leitet Toni Fleßner. 2. Vors. Bernd Meyer (bis zum heutigen Tage ununterbrochen).Dem Protokoll der Jahreshauptversammlung ist zu entnehmen, dass es innerhalb der 1. Herrenmannschaft kriselt. Gute Werfer wollen nur für die 2. Mannschaft werfen. Heio Manninga und Theo Wilberts stehen als Ersatz zur Verfügung.
Die Jugendabteilung machte in 1984/85 Schlagzeilen. Die männliche Jugend C Mannschaft wurde FKV – Verbandsmeister.Auch der Klootschießersport erlebte in diesen Jahren einen neuerlichen Aufschwung. Die I. Herrenmannschaft holte sich 1985 die Kreismeisterschaft im Mehrkampf. Zudem muß man besonders die Schüler- und Jugendmannschaften (namentlich Holger Roolfs u. Harald Bünting) nennen, die seiner Zeit in die Auswahlmannschaft des Kreisverbandes berufen wurden. Holer warf als C-Jugendlicher über 70 m.Die Männer II Mannschaft von Frisia errang 1985 u. 1986 den Kreismeistertitel. 1985 wurde die Vize- 1986 die Landesmeisterschaft errungen. Diesen Titel konnte die Mannschaft in der folgenden Saison in der neu gegründeten Männer II Landesliga auf Anhieb verteidigen.
Frisia scheint immer dann besonders motiviert zu sein, wenn es darum geht, Titel zu erringen, die zum ersten Mal vergaben werden. So war es zum Beispiel auch mit dem Ostfrieslandpokal, der 1984 zum ersten Mal ausgeworfen und von Frisia gewonnen wurde.

1986 und 1987 stellten die Fehntjer mit der männlichen D-Jugend den Kreis- und Vizelandesmeister. Die männliche B-Jugend von Frisia feierte die Vizelandesmeisterschaft – ihr fehlten nur zwei Meter zum Titelgewinn.

1988 schlug die sportliche Stunde von Mario Meyer. Als A-Jugendlicher qualifizierte er sich für den Straßenkampf mit der irischen Kugel bei den Europameisterschaften in Norden. In der Endabrechnung belegte er den vierten Platz. Bei seinen irischen Kontrahenten muss die Leistung von Mario besonderen Eindruck hinterlassen haben. Er wurde kurze Zeit später durch den irischen Verband zu einem Vergleichswerfen auf die Insel eingeladen.

Über viele Jahre gehörte die I. Frauenmannschaft von Frisia zum Kreis derer Teams, die in den überregionalen Klassen um Punkte werfen. Der letzte große Erfolg die dieser Altersklasse liegt allerdings schon 17 Jahre zurück. Damals konnte die Vizelandesmeisterschaft gewonnen werden.

Mit der Zeit wurde der Wunsch nach einem geeigneten Übungsgelände für das Flüchten lauter. Die bislang ausgeübte Praxis, auf abgeernteten Feldern bis zur Neubestellung das Flüchten zu trainieren, konnte nicht befriedigen, waren doch die Werfer zu sehr auf die Gunst der jeweiligen Landbesitzer angewiesen, die ihnen das Feld nur zeitweise überlassen konnten.
Nachdem der Ankauf eines geeigneten Geländes am Berumerfehnkanal fehlgeschlagen war, konnte 1988 schließlich ein Stück Land am Kurzen Weg erworben werden.
Ein ausrangierter Wohnwagen, zu dem sich ein alter Container gesellte, diente der Aufnahme von Übungsgeräte, bot aber gleichzeitig einen bescheidenen Raum für Vorstandssitzungen und Mannschaftsbesprechungen.Der Wunsch zur Errichtung eines Vereinsheimes auf diesem Grundstück konnte 1989 realisiert werden, als dem Verein eine abgängige, aber noch recht gut erhaltene Baracke zum Ankauf angeboten wurde.
Der Bedingung, diese Unterkunft kurzfristig eigenhändig abzubrechen und abzufahren, kam der Verein durch die Mithilfe vieler seiner Mitglieder nach, die sich der Mühe bei schlechter Witterung zwischen Weihnachten und Neujahr unterzogen. Nachdem Planungsunterlagen erstellt und Bauzeichnungen genehmigt waren, begann der Aufbau der Baracke auf einem festen Fundament in Eigenarbeit. Die Gemeinde Großheide und der Landessportbund beteiligten sich an der Finanzierung.Das Vereinshaus dient vor allem nach dem Wettkämpfen dem zwanglosen Beisammensein mit anschließender Wettkampfkritik.
Erst vor zwei Jahren wurde die Anlage um einen Anbau erweitert. Wiederum legten die Frisianer selbst Hand an. Zahlreiche Mitglieder trugen mit Sach- und Geldspenden dazu bei, dass der Verein heute eine großzügig angelegte Sportstätte, die kaum Wünsche offen lässt, sein Eigen nennen kann. Nur eine eigene Bosselstrecke fehlt nach Meinung einiger Mitglieder noch.
Seit dem vergangenen Jahr trägt das Übungsgelände des Vereins den Namen eines der populärsten Friesensportler überhaupt. In einer feierlichen Zeremonie wurde dem Vereinsgelände der Name „Theodor-Wilberts-Platz“ verliehen. Damit zeichnete der Verein diesen anerkannten Sportsmann für dessen besondere Verdienste um den Friesensport aus.

Die sportlichen Erfolge von Frisia in den letzten 10 Jahren können sich ebenfalls sehen lassen.

In der Saison 94/95 stellte Frisia die Kreismeister in den Altersklassen Männer II, III u. IV.

Die weibliche E-Jugend konnte 1997 die Kreis- und Landesmeisterschaft im Straßenboßeln erringen. Nur knapp unterlag diese Mannschaft bei den FKV-Verbandsmeisterschaften dem Verein Schweinebrück.
Seit 1997 findet sich mit Meike Meyer eine Top-Klootschießerin in den Siegerlisten auf Kreis- Land- u. Verbandsebene im Klootschießen. Zahlreiche Medaillen, darunter vier Landes- und Verbandsmeistertitel konnte sie sich in der jeweiligen Altersklasse erkämpfen. Ihr größter Konkurrent innerhalb der Familie ist ihr Bruder Oliver, der 2001 in der E-Jugend ebenfalls die Landesmeisterschaft für sich entscheiden konnte.
Bei den Landesmeisterschaften für Vereinsmannschaften konnten die jungen Frisianerinnen in den Jahren 1997 bis 2001 vier Titel für ihren Verein erringen.
Die männliche B-Jugend wurde in 1998 Kreis- u. Vizelandesmeister im Straßenboßeln, in 1999 u. 2000 wurde diese Mannschaft in der Jugend A Kreismeister.

Im Rahmen der eingerichteten Klootschießerpunktrunde konnte Frisia in 2000 als Kreismeister den Aufstieg in die Bezirksliga vermelden. Die I. Männermannschaft nach mehreren gewonnenen Vizetiteln Kreismeister und stieg in die Bezirksklasse auf Landesebene auf. Die Männer gehören somit wieder zu den Top-Adressen des Boßelsports.Die Frauen III Mannschaft konnte in den beiden letzten Jahren den Kreis- und Landesmeistertitel erringen. Als Krönung wurde in diesem Jahr der KFV – Verbandsmeistertitel gewonnen.

Erstmalig nimmt Frisia in 2002 mit einer Frauenmannschaft an der Punkterunde im Klootschießer des LKV Ostfriesland teil.

In den Siegerlisten der Einzelwett-bewerbe auf Kreis- Landes- und Verbandsebene finden sich zahlreiche Sportler des Vereins wieder. Deutscher Mannschaftsmeister im Straßenboßeln wurde im vergangen Jahr Hilko Trännapp.

Nachstehend die erfolgreichsten WerferInnen des Vereins auf Kreisebene:

Sophie Barkhoff, 6 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze, Gesamt 10;
Elise Uphoff 2/3/5/10;
Maike Meyer 2/1/1/4;
Martina Klaasen 1/2/1/4;
Bärbel Brüning 2/1/0/3;

Wilhelm Gerdes 4/1/4/9;
Mario Meyer 3/1/3/7;
Harald Bünting 5/1/0/6;
Derk Trännapp 3/3/0/6;
Wilhelm Fröhlich 1/2/2/5;

Vereinsleben
Gründe für die sportlichen Erfolge von Frisia Berumerfehn gibt es sicherlich viele. Einer hierfür dürfte ein intaktes Vereinsleben sein. Der Vorstand trägt, unterstützt vom rührigen Festausschuss, dafür Sorge, dass das allgemeine Vereinsleben nicht zu kurz kommt. Viele vereinsinterne Veranstaltungen – Sommer- und Winterfeste, Seniorenabende, Aktionen für die z. Zt. ca. 70 Mitglieder starke Jugend-abteilung, Mannschaftsfeiern, Radtouren oder Skatabende – erfordern den vollen Einsatz vieler Vereinsmitglieder.

Herausragende Persönlichkeiten haben in der Vergangenheit Verantwortung für den Verein übernommen: Jakob Willms, Wilhelm Fröhlich, Gerhard Wunder, Johann Bünting u. Bernd Meyer.Willms war von 1964 bis 1983 als Vorsitzender und „Motor des Vereins“ tätig. Fröhlich war elf Jahre (von 1972 bis 1983 2. Vereinsvorsitzender und leitete den Verein danach bis 1991. In seiner Amtszeit wurde das Übungsgelände gekauft und das Vereinsheim errichtet. Vorher war Fröhlich bereits über 20 Jahre im Jugendbereich für Frisia tätig. Gerhard Wunder ist seit annähernd 45 Jahre Vor-standsmitglied. Zunächst 2 Jahre als Schriftführer und danach als Kassenwart. Er bietet die Gewähr für eine solide finanzielle Absicherung der Arbeit des Vereins. Für seine großen Verdienst um den Verein wurde er bereits mit dem Ehrenteller der FKV ausgezeichnet. Bünting ist seit über zwei Jahrzehnten Vorstandsmitglied und vielfach auch „Mädchen“ für alles. Er war als Schriftführer für den Verein tätig und ist vor einigen Jahren, im Rahmen eines modernen Vereinsmanagments, als Geschäftsführer durch den Vorstand berufen worden. Meyer ist seit 1983 2. Vorsitzender und tritt als unermüdlicher Verfechter des Friesensportes für die Belange seines Vereins ein.

Die viele stillen Helfer im Hintergrund, die offiziell kein Amt innerhalb des Vereins innehaben, dürfen hierbei nicht vergessen werden. Sie unterstützen und helfen, wo sie nur können. Stellvertretend sind hier die Eheleute Nanninga zu nennen, die sich seit Jahren für einen reibungslosen Ablauf innerhalb des Vereinsheims verantwortlich zeichnen.

Frisia Berumerfehn verfügt über hervorragende Rahmenbedingungen, die es für die Zukunft zu nutzen gilt.